Abu Dhabi - Tagebuch
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Regen in der Wüste!!!!
Man soll es nicht glauben, aber es ist
wirklich wahr, hier in Abu Dhabi hat es diese Woche GEREGNET! Ehrlich
gesagt, wussten wir gar nicht mehr, wie man Regen schreibt oder wie er sich
anfühlt. Aber im Winter fängt wieder das „Rausgehwetter“ an, man hat angenehme Temperaturen von 25-30 Grad tagsüber und nachts kühlt es schon mal bis auf 15 Grad ab. Aber für uns ist es wirklich herrlich, wenngleich es doch manchmal bei Temperaturen unter 25 Grad recht frisch für uns wird und zumindest ich, wenn ich draußen unterwegs bin, mir einen Pulli anziehen muss. Man akklimatisiert sich hier ganz schön schnell zwar nicht so wie viele andere z.B. indische Gastarbeiter, die hier leben und sich jetzt schon dicke Wintermäntel, Mützen und Schals anziehen. Sieht immer sehr lustig aus, wenn man selber im T-Shirt rumläuft und die in dicken Stiefeln und Jacken J. So unterschiedlich ist das Temperaturempfinden der Menschen!
Aber zurück zum Thema. Regnen tut es
hier normalerweise mal kurz im Januar und Februar (hatten wir ja auch
besonders in Dubai schon in diesem Jahr, Andreas H. aus E. erinnert sich
sicher), insgesamt nicht mehr als 100 mm im Durchschnitt in den Emiraten,
wobei fast kaum Regen in Abu Dhabi fällt, da wir ja wirklich nur von Wüste
umgeben sind und die Berge weit weg sind.
Alles in Abu Dhabi war überflutet, auf
den Straße haben sich riesige Seen gebildet, Kinder planschten vergnügt im
Regen und endlich werden auch mal die Gebäude und Baume wieder sauber. Wir
konnten uns nach einer Woche offroad fahren im Oman dann glatt die
Autowäsche sparen! Der Regen hat den Dreck einfach runtergespült. Ist ja
auch mal praktisch!
Samstag hat es sich richtig eingeregnet
und auch am Sonntag ging es so weiter. Kollegen sagten, es hätte schon
einige Tage in der Woche davor geregnet. Unglaublich! Regen im
November/Dezember gab es hier fast noch nie!!! Abgetrocknet ist auch so gut wie alles, es gibt kaum noch Seen, in denen die Kinder spielen können und leider fahren auch alle wieder ganz normal Auto (also ziemlich verrückt!). (ch, 25.12.2006) |
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Unsere ersten Gäste oder: die wichtigsten Gäste-Regeln in der Villa H. Jetzt sind wir schon über ein halbes Jahr in Abu Dhabi und wir haben uns langsam aber sicher eingelebt.
Das Haus ist soweit eingerichtet, die
gröbsten Arbeiten im und ums Haus herum sind getan (na ja wenn man mal von
der Spülmaschinenkonstruktion ohne Abwasserausgang, dem nicht dichten
Abwasserrohr der Waschmaschine und teilweise nicht gerade angebrachten
Lampen absieht). Aber nun ja, wie wir nun doch auch schon gemerkt haben,
sind wir hier in Arabien, die Uhren ticken anders und man kommt trotzdem
irgendwie immer ans Ziel, wenn es aber auch meistens immer etwas länger als
in Deutschland dauert.
Und da kommen wir schon zum Thema - zu
unseren lieben Gästen, die sich bisher doch sehr wohl gefühlt haben in der
Villa Hartmann und in Abu Dhabi (so hatte es bisher jedenfalls den Anschein
und meistens haben wir uns auch mit unseren Gästen wohl gefühlt, wenn man
mal die Kopfschmerzen nach zu viel Bier- und Shischagenuss absieht)! Die Dachterrasse wurde aufgrund der hier herrschenden Schönwetterlage (außer wenn Andreas H. aus E. hier ist; dann regnet es immer 3 Tage am Stück) schon sehr oft von weißbäuchigen (Groß-) Stadtindianern (ich erkenne Forchheim ausnahmsweise als „Stadt“ an) dazu genutzt sich für ein paar Stunden in die Sonne zu legen, wobei doch fast alle den Engländern am Strand bei ihrem Wettbewerb „wer wird am rötesten!?!“ Konkurrenz machen wollten (ich erinnere nur an rote Handballer-Bäuche, Fußballer-Nasen oder Handballerinnen-Füße!!). Die Sonne ist hier weitaus stärker als in good old Germany (gibt es da eigentlich schon wieder Sonne?) Um weitere Schäden bei zukünftigen Gästen zu vermeiden, haben wir ein paar Regeln aufgestellt: 1. Gäste-Regel: Genug Sonnencreme mit hohem Faktor mitnehmen (mit hoch meine ich 20+!)
2. Gäste-Regel: Die
Zielkoordinaten der Villa Hartmann auswendig lernen, so dass man die
Taxifahrer lotsen kann! Den Test haben bisher alle Gäste geschafft.
3. Gäste-Regel: Schlafplätze sind
genug vorhanden
4. Gäste-Regel: Der
Übernachtungspreispreis richtet sich nach der Leistung der Gäste!! 5. Gäste-Regel: Niemals ohne Kamel ausreisen und niemals ohne Besuch bei Kamel Schorsch und Freundin Olga!!!
Das war es mal wieder aus Abu Dhabi, haltet wenn ihr uns besuchen kommen wollt an die Gäste-Regeln, dann kann nichts schief gehen. (ch, 07.04.2006) |
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Die 10 wichtigsten Regeln fürs Autofahren in den Emiraten
1. Regel: Ohne Auto geht gar nichts!
2. Regel: Man bracht mindestens 1
Auto
3. Regel: Das Recht des Stärkeren!
4. Regel: Orientieren Sie sich an den
Straßennummern!
5. Regel: Speedlimit?!? What’s that?
6. Regel: Auf entgegenkommende
Fahrradfahrer ist besonders zu achten!
7. Regel: Gewöhnen Sie sich
schnellstmöglich an das multi-kulti Chaos auf den Straßen
8. Regel: Über Knöllchen kann man
verhandeln
9. Regel: Abu Dhabi ist harmlos,
Dubai ist 10x schlimmer!
10. Regel: Back in Germany werden wir
wahrscheinlich sofort unseren Führerschein los! (ch, 02.02.2006) |
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Essener Beziehungen zu Griechenland
Otto Rehhagel als alter Essener Jung, hat
die griechische Fußballnationalmannschaft zum Europameister gemacht;
Wir haben sie nach langem Suchen nun
doch noch gefunden, unsere Traumvilla, riesengroß und halbwegs ruhig gelegen
(wenn man mal die entfernten Schreie des Imans von der Moschee einmal
unberücksichtigt lässt, denen man aber in ganz Abu Dhabi sowieso nicht
entkommen kann, da es so viele Moscheen gibt).
Unsere Vermieter, eine arabische
Familie, wohnt direkt nebenan, so dass wir abends öfters Besuch von deren
Kindern oder Katzen bekommen. Also keine großen Veränderung zu unserer
Wohnung in Neuhaus.
Solche und andere kleinere Katastrophen
passieren dauernd, wir haben noch eine lange „To-Do-Liste“, aber
mittlerweile sehen wir das ganze etwas lockerer und improvisieren halt, was
will man auch sonst machen?? So ist das halt in Arabien! Wie Ihr auf den Fotos auf der Homepage sehen könnt, haben wir uns schon gut eingelebt und sind für die verschiedensprachigen Besucher bestens gerüstet! Also auf ins Reisebüro und die Flüge buchen. (ch, 22.12.2005) |
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Wohnungssuche in Abu Dhabi oder wie definiert man Größe?
Gerade mal zwei Wochen hier und wir sind schon mitten drin in der Wohnungssuche. Allerdings ist das hier gar nicht so einfach.
Zuerst muss man sich erst noch einmal die Aufteilung von Abu Dhabi vor Augen halten. Abu Dhabi ist eine Insel die mit 2 Brücken, bald sind es drei, mit dem Festland, auf dem sich der der Airport befindet, verbunden ist. Die Insel hat die Form einer umgedrehten Birne, der Stil zeigt zum Festland und das breite Ende zum Meer. Die Länge beträgt ca. 25 km und die Breite an der Küstenstraße Corniche ca. 8 km, macht ca. 60 km² und auf dieser Insel leben ca. 750.000 Menschen, manche sprechen auch von einer Million. Das führt natürlich zu einer sehr dichten Bebauung und einer hohen Bevölkerungsdichte.
Und überall entstehen neue noch schickere Bauten (Christoph, dass musst Du echt mal sehen, überall tolle Baustellen!!), wenngleich der Platz doch eng wird! Es gleicht ein bisschen Manhattan, nur kleiner.
Da wir ja bis jetzt immer im grünen Umkreis einer Stadt gewohnt haben, wollen wir auch hier nicht unbedingt ins direkte Zentrum ziehen und in einem der Hochhäuser wohnen! Es gibt hier etwas weiter zum Festland hin schöne Stadtteile, die ca. 5-10 Minuten mit dem Auto vom direkten Zentrum weg sind und in ruhigen mit öffentlichen Gärten durchzogenen Gegenden liegen. Das sind zumindest unsere momentanen Vorstellungen!
Auf eigene Faust kann man hier gar nichts machen, man sollte sich auf jeden Fall eine Immobilienagentur einschalten, die wissen am besten, wo welche Wohnungen frei werden.
In unseren Anfragen haben wir dann auch immer mitgeteilt, dass wir eine kleine Wohnung mit 2 Schlafzimmern oder ein kleines Haus suchen! Aber hier wird groß und klein anders definiert, genau genommen, in Abu Dhabi ist alles größer!!
Die ersten Besichtungen haben uns dann doch überrascht und wir haben folgende Erkenntnisse erlangt:
Aber für uns eigentlich viel zu groß, es sei den die gesamten Mädels des VfB kommen auch für 2 Jahre hier rüber!
Alternativ zu den Wohnungen gibt es dann so genannte Villas, also Häuser, die aber in meinen Augen eigentlich wirkliche Villas sind. Die meisten sind ebenso riesengroß geschnitten, und haben mindestens 4 Schlafzimmer! Es gibt einige nette „Compounds“, mehrere Häuser die einen abgeschlossenen Verbund bilden. Die liegen meist in einer ruhigeren Gegend etwas außerhalb mit Pool und Gym. Wir haben bis jetzt nur ein Haus gesehen, das uns gefallen hat, die Größe entsprach eher einem europäischen Standard, es war kleiner und gemütlicher und es gab nur 3 Schlafzimmer und vor allem, was ich unbedingt auch haben möchte, Terrasse (am besten Dach) zum draußen sitzen! Leider war es dann kurze Zeit später schon vermietet. Man muss hier sehr schnell sein.
Über die Mieten müssen wir nicht sprechen, die sind eigentlich viel zu hoch, für ein 3-4 Zimmer Appartement/Haus muss man mit mindestens 100.000 Dhs, sind so ca. 22 TEUR im Jahr rechnen! Und die werden dann sofort bei Einzug für das ganze Jahr im Voraus fällig! Die Agenturen bekommen noch 5% für die Vermittlung extra! Aber auf die ist man angewiesen, da der Markt so schnelllebig ist, dass man alleine fast gar nichts machen kann.
So, wir hoffen, dass wir bald was Schönes finden, damit ihr uns mal besuchen kommen könnt! Drückt uns die Daumen und sobald wir was haben, gibt es Fotos! (ch, 17.11.2005) |
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Meine erste Woche in den Emiraten Am Montag den
03.10.2005
geht es für mich los.
Etihad Airways
EY326 von Frankfurt nach Abu Dhabi.
Rückflug für den 21.10. ist direkt mitgebucht, dadurch kostet es in der Economy Class auch nur um die 420 EUR.
Ankunft am 04.10.2005: Morgens um 7.00 Uhr ist die Welt noch in Ordnung. Vor allem wenn man in
einem verregneten und kalten Deutschland gestartet ist und in Abu Dhabi landet. Die Ansage der
Stewardess hörte sich ungefähr so an: "Herzlich Willkommen in Abu Dhabi
International Airport. Es ist 7.00 Uhr morgens und die Außentemperatur beträgt 38
Grad." Muss man sich auch erst dran gewöhnen. Es ist Ramadan, also wird gefastet. Zumindest die muslimischen Einwohner. Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang ist es nicht gestattet zu Essen, Trinken oder zu Rauchen. Sogar Kaugummi zu kauen steht unter Strafe. Dies alles gilt übrigens auch im öffentlichen Raum für Nicht-Muslime. Somit darf man z.B. auch am Strand nichts Trinken. Somit werde ich mir diesen Teil Abu Dhabis erst ab November anschauen. Aber im Moment ist sowieso genug im Büro zu tun, so dass mir bestimmt nicht langweilig wird. Am Freitag
ist Wochenende. Zumindest würden wir diesen einen Tag so bezeichnen. In der
traditionellen islamischen Welt gibt es den Begriff Wochenende nicht. Der
Freitag Vormittag wird hier zum Freitagsgebet genutzt, danach läuft das
Alltagsleben eigentlich wie immer. Die meisten Firmen nutzen diesen Tag
allerdings als freien Tag. Die Behörden haben Donnerstag und Freitag frei,
viele westliche Firmen Freitag und Samstag, damit so zumindest vier
Arbeitstage für die Kommunikation mit ihren Stammhäusern in Europa, Asien
oder Amerika bleiben. Also
ist Freitag mein erster freier Tag. Erst einmal ausschlafen. (mh, 14.10.2005) |